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Von Salzpfannen und Flachsrotten

Wanderung auf den Spuren von Wasser, Wirtschaft und Geschichte

Heyersum. Wandern nach einer Karte aus dem Jahr 1850: Wichard von Hardenberg sowie die Ortsheimatpfleger Karl-Heinz Brandes und Hans Burose bieten am 22. September einen Rundgang durch die wirtschaftliche Geschichte von Heyersum und Mahlerten an. Die geführte Wanderung mit vielen Erläuterungen ist Teil des Projektes „Wünschelrutengänge im Hildesheimer Land" des Netzwerks Kultur & Heimat und hat daher auch sehr viel mit Wasser zu tun.
Im Jahr 1604 wurde die Möglichkeit der Salzgewinnung nahe Heyersum erstmals urkundlich erwähnt. Südlich der Ortschaft, am Rande des Hildesheimer Waldes, entspringen zwei Quellen mit deutlich salzhaltigem Wasser: „Das schmeckt wie Meerwasser", sagt Wichard von Hardenberg, heutiger Eigentümer des Grundstücks, auf dem die ehemalige Saline Heyersum liegt. Die dazugehörigen Gebäude werden heute als Wohnhäuser genutzt und stehen unter Ensembleschutz. Das Gelände empfängt BesucherInnen mit einer idyllischen, dem Alltag entrückten Stimmung.
Die Salzherstellung endete 1876. Davor wurde das Wasser des Salzbachs in einem Gradierwerk konzentriert, anschließend in Salzpfannen verdunstet, bis nur das „weiße Gold" übrig blieb. Straßennamen und Flurbezeichnungen erinnern an die frühere Salzgewinnung. Das Wappen von Heyersum - allerdings erst in den 1930er Jahren gestaltet - zeigt zwei Salzhaken: mit ihnen wurden die flachen Salzpfannen über ein Feuer gehängt. Beheizt wurde das mit Steinkohle aus dem Osterwald.
Am 22. September gibt es für die WünschelrutengängerInnen eine Busverbindung bis zum Friedhof Heyersum. Von dort geht es dann zu Fuß zur Saline, die hinter Bäumen verborgen an der Landesstraße liegt. Treffpunkt dort ist 14 Uhr. Nach einem Rundgang zu den einstigen Stätten der Salzherstellung, führt die Wanderung weiter in den Hildesheimer Wald und zu der eingehausten „Kastenborn" genannten Quelle, die bis in die 1970er Jahre Mahlerten mit Wasser versorgte.
Das Quellwasser nutzten einst auch die Leineweber, die in den sogenannten Rotten, einer Reihe von kleinen Tümpeln, ihren Flachs in Wasser legten, um die Fasern zu lösen. 28 solcher Rotten lagen früher am Bachlauf, erläutert Hans Burose. Die Wanderer werden ihrer Spur nach Mahlerten folgen. Nach einem Ortsrundgang steigen die Wünschelrutengänger dann wieder in den Bus. Für die ganze Unternehmung müssten sich Teilnehmende wohl bis 17 Uhr Zeit nehmen, schätzen die Organisatoren.
Die „Wünschelrutengänge im Hildesheimer Land" bieten vom 2. bis 30. September Veranstaltungen rund um das Thema Wasser in den 18 Gemeinden mit ihren Ortschaften im Landkreis Hildesheim. Mehr Informationen gibt es unter https://www.netzwerk-kultur-heimat.de/wuenschelrutengaenge.

Bei Nachfragen helfen wir gerne weiter:

Kultur & Kommunikation
Ralf Neite
Am Ratsbauhof 1c
31134 Hildesheim
Fon 05121 / 878 646, Mail r.neite@kultundkom.net

 

 

Datum: Samstag, 22.09.2018
Uhrzeit: 14.00 Uhr
Ort: Hildesheim
Veranstalter: netzwerk kultur & heimat hildesheimer land e.v
  05121/3093362
 
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